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Louis Leitz Stiftung, Stuttgart 2023

2023-11-06

CSR verschenkt soziale Woche an zwei Projekte der Louis Leitz Stiftung, Stuttgart

Ein Erfahrungsbericht vom November 2023

CSR-Mitarbeiter: Anton Nikitin

Vorgeschichte

Die gemeinnützige Louis Leitz Stiftung wurde im November 2001 als Treuhandstiftung durch 39 Stifter einer ehemaligen Unternehmerfamilie errichtet und zum 6. Juni 2006 vom Regierungspräsidium Stuttgart als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts anerkannt. Mit der Stiftungserrichtung folgen die Stifter dem Leitbild, dass das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Herkunft, Hautfarbe, Religion und Generationszugehörigkeit nur durch Menschen mitgestaltet wird, die ihre individuelle Existenz entfalten und ihre materielle Zukunft sichern können. Die Integration der Menschen in den Arbeitsprozess mittels Bildung und Berufsausbildung ist hierzu Voraussetzung und vorrangige gesellschaftliche Aufgabe.

Zweck der Stiftung ist es, Kinder sowie junge und erwachsene Menschen, die in körperlicher, seelischer oder wirtschaftlicher Benachteiligung leben, darin zu unterstützen, den Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeit zu erlangen, um persönliche und gesellschaftliche Perspektiven zu entwickeln. Die CSR Beratungsgesellschaft hat im Rahmen der Zusammenarbeit eine soziale Arbeitswoche verschenkt, d.h. es wurden im Herbst 2023 zwei Projekten der Stiftung von uns gemeinsam unterstützt. Dabei durfte ich im Anna-Haag-Mehrgenerationenhaus sowie für die Kinderhelden gGmbH ran. Beide Projekte erfüllen den Stiftungszweck, jedoch hätten die beiden Aufgabenfelder, die mich erwarteten, kaum unterschiedlicher sein können. .

 

Projekt 1: Anna-Haag-Mehrgenerationenhaus

Die soziale Woche im Anna-Haag-Haus begann für mich am Montag mit einem herzlichen Empfang durch das super nette Team mit Abholservice am ersten Tag, da konnte es doch nur gut werden. Schon zu Beginn wurde mir die Vielfältigkeit des Anna-Haag-Hauses bewusst, da es ein wahres Mehrgenerationenhaus ist. Hier finden sich Senioren, eine Kindertagesstätte und eine Schule für den zweiten Bildungsweg unter einem Dach, was eine einzigartige Atmosphäre schafft. Die Betreuung durch das Team war ausgezeichnet, und ich fühlte mich von Anfang an gut aufgenommen.

Meine Aufgabe bestand darin, mit Jugendlichen zu arbeiten, die mit Lernschwächen und anderen Beeinträchtigungen zu kämpfen hatten. Ich konnte hier meine Stärken verbinden, die ich bei der Arbeit als Portfoliomanager und durch mein Hobby „YouTube“ entwickelt hatte, und hielt Vorträge zum Thema "Nachhaltigkeit und Finanzen". Der Kontrast zu meinem üblichen Job als Portfoliomanager hätte nicht größer sein können. Es war anstrengend, aber zugleich unglaublich schön zu beobachten, wie die Jugendlichen interagierten. Nach den Pausen oder auch beim Mittagessen zeigten sie großes Interesse, stellten Fragen und beteiligten sich aktiv an den Diskussionen. In einigen Fällen wurden sogar Klassen zusammengelegt, sodass ich am Ende der beiden Tage nahezu jeden Schüler persönlich kennenlernen durfte.

Ich hoffe, dass ich einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte, ihr Bewusstsein für den Umgang mit Konsum, Geld und Investments zu schärfen. Die beiden Tage im Anna-Haag-Haus waren intensiv, bereichernd und spaßig. Die Erschöpfung nach jedem Tag war spürbar, aber die Gewissheit, dass die Zeit und Energie in die Zukunft der Jugendlichen investiert wurde, machte alles wertvoll.

 

Projekt 2: Kinderhelden gGmbH


Das zweite Projekt führte mich zu den Kinderhelden, einer gemeinnützigen Organisation, der deutschlandweit mehrere Standorte hat. Der Standort München steht vor der Herausforderung einer Finanzierungslücke. Ralph Benz, einer der Gründer der Kinderhelden, hieß mich herzlich willkommen im Stuttgarter Büro. Meine Aufgabe bestand darin, durch Recherchen und Fundraising-Aktivitäten die notwendigen Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass dieses wichtige Projekt auch in München weiterhin bestehen kann.

Während meiner Tätigkeit bei den Kinderhelden erfuhr ich mehr über ihr einfaches, jedoch geniales Konzept. Die Mission, wie sie auf ihrer Webseite beschrieben wird, lautet: "Kinder brauchen Menschen, die ihnen zuhören, ihnen Anregungen geben, sie ermutigen und mit Freude unterstützen – auch außerhalb der Familie." Die 1:1-Mentoringprojekte setzen genau hier an und verbinden Kinder mit schwierigen Startbedingungen mit ehrenamtlichen Mentoren, die sie auf ihrem Bildungsweg begleiten.

Es war natürlich eine ganz andere Tätigkeit als beim Anna-Haag-Haus, doch durch meine Recherchen dazu beizutragen, die notwendige Unterstützung für die Kinderhelden zu mobilisieren. Die Kinderhelden setzen sich mit viel Herz und Erfahrung für Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für Kinder in Deutschland ein. Die Zeit bei diesem Projekt war nicht nur lehrreich, sondern auch inspirierend und erfüllend, da ich hoffentlich dazu beitragen konnte, dass das beeindruckende Konzept der Kinderhelden auch in München weiterhin Früchte tragen kann ...

 

Zum Nachdenken

Nach dieser intensiven Woche kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich meinen Hut vor jedem Mitarbeiter im Anna-Haag-Haus und bei den Kinderhelden ziehe. Die Arbeit, die in diesen sozialen Projekten geleistet wird, ist von unschätzbarem Wert, unglaublich bereichernd und weitreichend für unsere Zukunft. Es hat mir klar vor Augen geführt, wie wichtig die Menschen in sozialen Berufen für Deutschland sind und welchen Einfluss sie auf die Gestaltung unserer Zukunft haben.

Die Erfahrung hat mich nachdrücklich daran erinnert, dass der Applaus nicht nur auf Balkonen erklingen sollte, sondern dass Deutschland viel mehr in diese unterstützenden Bereiche investieren muss. Die Gesellschaft insgesamt sollte den enormen Wert der Menschen in sozialen Berufen, einschließlich der Heilberufe, viel stärker schätzen. Ohne diese engagierten Fachleute wären wir nicht dort, wo wir heute sind, und die Zukunft, insbesondere die Jugend, würde einen ganz anderen Verlauf nehmen.

Es ist mir klar geworden, dass es nicht nur um Applaus geht, sondern um eine tiefgreifende Anerkennung und Wertschätzung für diejenigen, die sich tagtäglich für das Wohl anderer einsetzen. Ich persönlich schätze diese Arbeit nun umso mehr und bin fest davon überzeugt, dass eine Gesellschaft, die ihre sozialen und heilberuflichen Fachleute angemessen wertschätzt und unterstützt, langfristig davon profitiert. Ich ziehe meinen Hut vor allen, die in diesen wichtigen Berufsfeldern tätig sind, und werde meinen Teil dazu beitragen, die Bedeutung dieser Arbeit in meinem Umfeld zu betonen und zu würdigen. Mir bleibt zum Abschluss nur noch eines zu sagen: Vielen Dank für die herzliche Betreuung Frau Leitz, Frau Hinte, Frau Leypoldt und Herr Benz, nur um einige Namen von Vielen zu nennen

 

 

Die wahre Größe einer Nation zeigt sich darin, wie sie mit den Schwächsten ihrer Gesellschaft umgeht.

Mahatma Gandhi

 

 

Ort: Stuttgart

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